Post aus Kalali in Tansania

Vor einigen Wochen kam ein dicker Umschlag mit Kinderzeichnungen, Fotos und Briefen aus dem Neema Orphanage-Center (Kalali) in der Faks an.

Post aus Kalali in Tansania

Sr. Dietlinde Hofmann war so lieb und fleißig, uns die Briefe, die die Kinder Lisa, Epifania, Mariamu und die Erzieherin Sr. Anna Kiluswa verfasst hatten, zu übersetzen. Die Zeichnungen der Kinder und die Aufnahmen sprechen für sich und werden zusammen mit den Briefen in der Faks ausgestellt. 

Neema Orphanage-Center (Kalali)

Wie kam es zu dieser umfangreichen Briefsendung?

Die Studierenden hatten für Weihnachten ca. 260 € Spenden für das Waisenhaus gesammelt, die zusammen mit Weihnachtsgrüßen dorthin gelangen sollten.

Für die Grüße sorgte hervorragend der Kurs 1B, der im Englischunterricht, natürlich auf Englisch, fünf Briefe schrieb, in denen die Studierenden einerseits von ihrer Ausbildung und vom Weihnachtsfest in Deutschland erzählten und sich andererseits  erkundigten, wie die Kinder im Waisenhaus den Festtag begehen würden.

In ihrem Antwortbrief bedanken sich die drei Kinder für unsere Hilfe und Anteilnahme. Sie beschreiben ein Weihnachtsfest, das in unseren Augen sehr bescheiden mit Obst, Saft und der indischen Reisspeise Pilao gefeiert wurde und dessen Höhepunkt ein Ausflug zu einem nahen Wasserfall war, wo Spiele gespielt wurden. Für die Kinder war es ein sehr schönes Fest, da sie „behütet“ waren.

Bild der Kinder aus dem Neema Orphanage Center

Liest man den Brief von Sr. Anna, versteht man, warum die Kinder das „Behütet-Sein“ so hervorheben. Auch sie bedankt sich herzlich, um dann von den Kindern im Heim zu erzählen, z.B. von Stefano, dessen Mutter starb, als er 10 Monate alt war und der durch seine Mutter mit Aids infiziert ist. Niemand möchte ihn aufnehmen. Sie erzählt von Nalari (8), der schon an der Wirbelsäule operiert werden musste und noch fünf Operationen vor sich hat. Da es keine allgemeine Krankenversicherung gibt, ist das Heim dafür ganz auf Spenden und Patenschaften angewiesen. Manche Kinder sind seit ihrer Geburt dort, wie z.B. Lightness, und können oft wegen der schwierigen Familienverhältnisse nicht mehr nach Hause zurück.

Sr. Anna erzählt aber auch vom Obst-und Gemüsegarten, von den Milchkühen und den Legehennen des Heimes. Sie berichtet von den Berufswünschen der Kinder: Lehrer, Schwester, Kaufmann.

Wir wünschen den Kindern, dass ihre Berufswünsche in Erfüllung gehen und bleiben in Kontakt: Sie haben uns (die Faks) schon eingeladen, sie zu besuchen!

Die Kinder des Neema Orphanage-Center

Barbara Kieninger, Juni 2017