Exkursion zur Fröbelnacht in München 2019

Studierende aus dem Fach PMLG mit Frau Sterns und Frau März besuchten Fröbel-Einrichtungen in München im Rahmen der "Fröbelnacht 2019".

Exkursion zur Fröbelnacht in München 2019
Fröbelnacht München 2019

Es ist Donnerstagnachmittag, und nach einem langen Unterrichtstag würden wir uns normalerweise auf den Weg nach Hause machen – aber nicht heute. Nach einer langen Pause und einer Diskussion mit der Sportlehrerin war es endlich soweit und wir machten uns auf den Weg nach München. Warum? Heut ging es endlich zur langersehnten Fröbelnacht. Zu fünft fuhren wir, ausgestattet mit Nüssen, Käsebroten und Vitalgebäck, im Auto unserem Ziel entgegen. Durch die staufreie Autobahn kamen wir sogar schneller an als gedacht, sodass wir noch ein bisschen Zeit hatten, um im Rewe noch etwas für das leibliche Wohl zu besorgen.

Um 18 Uhr trafen wir dann in der ersten Einrichtung ein und mussten feststellen, dass unsere Lehrer noch gar nicht vor Ort waren, aber wir haben es um 8 Uhr morgens ja auch nicht immer so mit der Pünktlichkeit. Als dann alle versammelt waren, gab es eine gemeinsame Begrüßung durch die Mitarbeiter und die Hausführung konnte beginnen. Wir wurden durch die Einrichtung geführt und auf die verschiedensten räumlichen Besonderheiten, vor allem die der Inneneinrichtung, hingewiesen. Auch blieb zwischendurch Zeit für ein Kennenlern-Bingo, einen kleinen Snack oder Upcycling-Bastelangebote. Durch die Gestaltung der Mitarbeiter hatten wir also nicht nur die Möglichkeit uns die Einrichtung anzusehen, sondern diese zu erleben. Und nicht nur das – auch die Art und Weise, wie die Räume präsentiert und mit welchen Erzählungen von Alltagserlebnissen diese gefüllt wurden, ließen die Führung sehr lebendig wirken. Zum Abschluss der Führung in der ersten Einrichtung auf unserem Weg gab es noch einen Turnbeutel für jeden. Dieser war mit vielen Broschüren, Werbegeschenken, aber auch einem Keks für den knurrenden Magen gefüllt. Allerdings führte der Beutel erst zu Missverständnissen und Frau Sterns hatte Angst, wir hätten diese einfach aus der Garderobe der Kinder entwendet, bis sie dann endlich einen eigenen bekam.

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Danach ging es im Partybus zur zweiten Einrichtung. Die Handys wurden gezückt und die ersten Insta-Stories gepostet. Aber wann fährt man auch schon in einem alten amerikanischen Schulbus, der so umgebaut wurde, dass eine Bar, bequeme Sitze und eine kleine Tanzfläche darin Platz finden. Die Verlierer unter uns waren hier die Autofahrer, aber wir anderen haben, solidarisch wie wir sind, für diese ordentlich mitgetrunken. Nach kurzer Zeit entdeckten wir einen kleinen Fernseher, auf dem gute und schlechte Witze abgespielt wurden und dachten kurz an unseren Kommilitonen Martin, dem das bestimmt noch besser gefallen hätte als uns.

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Am Ziel angelangt, ließen es sich die Lehrer nach einer kleinen Begrüßung am Buffet ordentlich gut gehen und schlemmten sich durch die bayrische Küche, während wir uns vorerst auf Erkundungstour begaben. Am meisten Spaß hatten wir im Atelier, wo wir Farben auf eine kreisrunde Pappe spritzten und diese dann mit aller Kraft drehten, wodurch immer andere Bilder entstanden. Die größte Gefahr stellte dann der Schlafraum dar. Dieser war abgedunkelt und sah so gemütlich aus, dass sich einige von uns schon fast genötigt sahen ein kleines Schläfchen zu machen. Allerdings meldeten sich dann bei uns auch die ersten Mägen, die lautstark nach etwas Essbarem riefen. Also machten wir uns langsam auf und lösten Frau Sterns und Frau März am Buffet ab. Natürlich war der Koch sehr weitsichtig und hatte noch genügend Reserven, sodass, trotz des Angriffs der Lehrer auf die gedeckte Tafel jeder von uns noch genug zu essen fand. Nach einem ausgiebigen Abendessen und einer kleinen Verdauungszigarette war es dann auch schon fast soweit, Abschied zu nehmen. Wir bedankten uns bei der Einrichtung und rollten dann in Richtung Bus.

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Auf der Rückfahrt genehmigten wir uns dann noch ein Paar Drinks und versuchten Lena daran zu hindern, aus dem Bus zu springen, da sie viel lieber in München bleiben wollte, als mit uns zurück nach Augsburg zu fahren. Am Ausgangspunkt unserer Fröbelnacht angekommen, verabschiedeten wir uns von allen Beteiligten und machten uns auf den Weg zum Auto. Frau Sterns und Frau März waren die Ersten, die im Auto saßen und zurückfahren wollten, und es hätte auch auf Anhieb geklappt, wenn da nicht diese Schülerin mitten auf der Straße gewesen wäre, die sie am Weiterfahren hinderte. Aber da ich ja auch endlich nach Hause wollte, ließ ich die beiden dann doch durch und auch wir machten uns auf den Heimweg. Ich habe auf der Rückfahrt zwar den größten Teil geschlafen, aber ich glaube, wir waren uns alle einig, dass es ein sehr schöner Abend war, der gezeigt hat, dass Bildung mehr ist, als nur in der Schule zu sitzen, und in diesem Fall hat es auch noch richtig Spaß gemacht. Wir haben sehr viel an Informationen und Anregungen für unsere spätere Praxis mitgenommen und eine Erinnerung, die wir so schnell nicht mehr vergessen.

Tanja Wüste, Kurs 1A, Juli 2019