Erzieherausbildung

Erzieher*innen sind qualifizierte Fachkräfte, die mit der Erziehung, Betreuung, Bildung und Förderung von Kleinkindern, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen betraut sind. Die Ausbildung zum/zur Erzieher*in, ist eine Weiterbildung im pädagogischen Bereich, dadurch ist eine Schüler- oder Meister-BAföG-Förderung möglich.

Das Berufsbild

Was machen Erzieher*innen eigentlich?

Zu ihrer Aufgabe gehört es, das Verhalten ihre Schützlinge zu beobachten, zu analysieren und bei Bedarf positiv zu verstärken oder zu korrigieren. Zu den Alltagsaufgaben gehört die Ausarbeitung und Durchführung pädagogischer Angebote, Gespräche mit Erziehungsberechtigten oder Jugendämtern.

Wo sind Erzieher*innen tätig?

Die Einsatzgebiete für fertig ausgebildete Erzieher*innen sind vielfältig. Neben Kindergärten, Heimen, Heilpädagogischen Einrichtungen, und Ferienangeboten ist auch eine Tätigkeit in Beratungsstellen für Familien möglich. Die Jobaussichten sind durch den herrschenden Fachkräftemangel hervorragend.

Wie viel verdienen Erzieher*innen?

Das Einstiegsgehalt als Erzieher*in beträgt ab 01.03.2020 2829,77€ nach dem TvÖD SuE (der Betrag kann je nach Träger etwas variieren). Aufstiegschancen bestehen zum Beispiel durch die Übernahme schwieriger Tätigkeiten oder einer Leitungsfunktion. Quelle: Öffentlicher-Dienst.info

Die Erzieherausbildung an der Fachakademie

Ausbildungsablauf

Ablaufpyramide Erzieherausbildung.png

Die 2-jährige Vollzeitausbildung

Die Vollzeitausbildung ist der theoretische Ausbildungsabschnitt auf dem Weg zum/zur Erzieher*in. Der Unterricht bildet eine bunte Mischung aus theoretischen Fächern wie

  • Pädagogik/Psychologie/Heilpädagogik
  • Politik und Gesellschaft/Soziologie
  • Ökologie/Gesundheitspädagogik, etc.

und fachpraktischen Fächern wie

  • Kunst- und Werkpädagogik
  • Musik- und Bewegungspädagogik

Die Übungen runden den theoretischen Unterricht mit praktischen Lerneinheiten ab. Die Auswahl der Übungen variiert von Jahr zu Jahr und kann dann frei gewählt werden.

Beispiele sind Übungen zu

  • Tanzpädagogik
  • Heilpädagogik
  • Jugendhilfe
  • Sexualpädagogik
  • Erlebnispädagogik und viele mehr

Einige Übungen sind Pflicht, worunter die Übung zu Hortpädagogik und Religionspädagogik zählt.

Eine detaillierte Übersicht zur Stundentafel der Ausbildung finden Sie hier.

Gut zu wissen

Abschlussprüfungen

Der erste Prüfungsabschnitt wird am Ende der theoretischen Ausbildung abgeschlossen.

Der Prüfungsabschnitt besteht aus zwei schriftlichen Prüfungen in Pädagogik/Psychologie/Heilpädagogik und Literatur- und Medienpädagogik oder Religionspädagogik. Außerdem legen Sie eine mündlichen Prüfung im Fach Praxis- und Methodenlehre ab.

Mit Bestehen der Prüfungen dürfen Sie ins Berufspraktikum vorrücken.

Auslandspraktika

Während der Corona-Pandemie können leider keine Auslandspraktika durchgeführt werden.

Auslandspraktika bieten wir in Rumänien, Tschechien, Österreich, Ungarn und Tansania an.

Hinweis: Nicht jedes Jahr können in allen Ländern Auslandspraktika angeboten werden. Aufgrund der hohen Nachfrage werden die Auslandspraktika nach einem Bewerbungsverfahren zugeteilt.

BAföG

Durch die Schulart "Fachakademie" und die gleichzeitige "Weiterbildung" zum/zur Erzieher*in ist die Vollzeitausbildung förderfähig durch Schüler- und Meisterbafög. Welche der beiden Förderungen in Frage kommen, erfragen Sie bitte bei Ihrem zuständigen Bafög-Amt.

Infos zum Schüler-BAföG finden Sie hier.

Infos zum Aufstiegs-BAföG (auch Meister-BAföG genannt) finden Sie hier.

Blockpraktika

Es finden in der zweijährigen theoretischen Ausbildung zwei Blockpraktika (ca. 4 Wochen), ein Ferienpraktikum und ein Projektpraktikum statt.

Religionspädagogisches Zertifikat

Im Rahmen des Berufspraktikums kann eine Zusatzqualifikation erworben werden: Das Religionspädagogische Zertifikat. Die Inhalte variieren jährlich, als Beispiele können "biblische Geschichten erzählen", "Traumapädagogische Elemente", "religionspädagogische Methoden in der Jugendarbeit " genannt werden.

Das 1-jährige Berufspraktikum (Anerkennungsjahr)

Das Berufspraktikum schließt die Ausbildung zum/zur Erzieher*in ab. Es findet fast ausschließlich in einer Einrichtung Ihrer Wahl statt und wird durch die Fachakademie durch Seminartagungen begleitet. Diese umfassen 160 Unterrichtsstunden in Form von klassischem Unterricht, Referentenvorträgen oder praktischen Übungen.

Das Berufspraktikum und damit auch die Ausbildung wird mit einer praktischen Prüfung, einem Colloquium und einer Facharbeit abgeschlossen. 

Entgelt

Während des Berufspraktikums erhalten die Praktikanten noch nicht das volle Gehalt eines/einer Erzieher*in, aber immerhin  1602,02 € nach dem TVöD. Der Betrag kann je nach Träger etwas variieren. Quelle: Öffentlicher-Dienst.info

Und danach? - Studium nach der Ausbildung

An der Fachakademie kann durch die Ablegung einer Ergänzungsprüfung in Englisch die fachgebundene Fachhochschulreife erworben werden, die Sie befähigt an einer bayerischen Fachhochschule fachgebunden zu studieren.

Belegen Sie zusätzlich freiwillig den Mathematikunterricht können Sie die Fachhochschulreife erwerben, mit der Sie fachungebunden an bayerischen Fachhochschulen studieren können.

Die Gesetzesgrundlage zum Erwerb der Fachhochschulreife finden Sie hier.