Politik in der Pause - ein politisches Event von Studierenden zum Bundestagswahlkampf

Am Freitag trafen “zufällig” in der Pause Parteien aufeinander und diskutierten Positionen zur Familienpolitik

Politik in der Pause - ein politisches Event von Studierenden zum Bundestagswahlkampf

 

Allzu groß war die Gruppe der Studierenden nicht, die da war. Viele drängten sich schleunigst vorbei, als sie, aus dem Aufzug heraustretend, überraschend auf die Versammlung trafen. Die Umherstehenden versuchten sie aufzuhalten, sie sollten doch dableiben, zuhören, hier ginge es doch um Politik! Aber dieses Wort scheint so abschreckend zu sein, dass die Vorbeigehenden sich schnell losrissen: Muss noch was essen, muss mein Referat vorbereiten, hab jetzt keine Zeit

Politik in der Pause

Eine Gruppe von Studierenden hatte eine Idee: Konfrontiert mit der Frage, welche Partei sie denn im Herbst bei der Bundestagswahl wählen sollten, was denn deren Programme seien und wo die Unterschiede lägen, wollten sie sich informieren. Und sie wollten mit anderen in Gespräch kommen. So entwickelten sie zusammen mit Herrn Mößbauer in der "Übung zur politischen Bildung" die Idee zur "Politik in der Pause". In zehnminütigen Aktionen wollten sie ein Blitzlicht auf die Positionen von CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Die Grünen, die Linke und der AFD und NPD werfen. 

Am vergangenen Freitag war die Familienpolitik dran. 

Die Studierenden informierten sich und stellten die Positionen der Parteien als Thesen zusammen. Und dann trafen am Freitag in der ersten Pause “zufällig” Vertreterinnen der Parteien im Treppenaufgang zusammen und konfrontierten sich und die Zuschauerinnen mit Parteiaussagen zur Familie. Natürlich kritisch, Studierende denken mit. Und so machten sie auch auf Widersprüche aufmerksam zwischen unterschiedlichen Aussagen zum Beispiel der AFD zur Familie. 

Mit dem Event versuchten die Politikinteressierten auch andere Studierende neugierig auf den Wahlkampf zu machen. Leider waren nur relativ wenige Zuhörerinnen da. Es bleibt zu hoffen, dass im Herbst bei der Wahl nicht so viele “anderes machen müssen”.

Mößbauer, 1.5.2017