Die Rückkehr an die FAKS

Eine schulische-berufliche Autobiographie

Man glaubt es kaum, aber nächstes Jahr werden es 20 Jahre, seit ich als frisch gebackene Erzieherin die evangelische Fachakademie für Sozialpädagogik verlassen habe. Ich war zu dem Zeitpunkt, nach den zwei Schuljahren, dem Anerkennungsjahr und den dazugehörigen Prüfungen so ausgelaugt, dass ich mir schwor, nie wieder die Schulbank zu drücken…

Dieses Vorhaben sollte jedoch nicht verwirklicht werden. Vieles hat sich in den vergangenen Jahren in meinem beruflichen Werdegang getan. Gleich nach dem Berufspraktikum, welches ich bei der Stadt Augsburg absolvierte, bekam ich beim selbigen Arbeitgeber eine Stelle als Gruppenleitung im Hort Zollernstraße angeboten. Dort hatte ich auch die Stelle der stellvertretenden Leitung inne. Schnell merkte ich, dass eine Leitungsstelle ein nächster Karriereschritt wäre, den ich gezielt weiter verfolgte. Um die Aufgaben einer Leitung auch professionell erfüllen zu können, machte ich bei der Kolpingakademie Augsburg eine Weiterbildung zur Fachwirtin im Erziehungswesen. Und so drückte ich, schneller als gedacht, wieder die Schulbank.

Danach bewarb ich mich bei der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Schwaben e.V. als Leitung und bekam dort die Chance den AWO Kinderhort Ulrichsviertel zu leiten, was ich auch 12 Jahre lang tat. Mir wurde jedoch bewusst, dass nun meine Karrierechancen beendet waren und so entschloss ich mich, ein berufsbegleitendes Studium der Kindheitspädagogik an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München zu beginnen. Dieses Studium absolvierte ich im Jahr 2012 und suchte nach einer neuen Herausforderung. Ich schickte eine Initiativbewerbung an meine „alte Schule“, die FAKS, und erhielt zu meiner großen Freude tatsächlich eine Stelle als Lehrkraft.

Seit dem Schuljahr 2014/2015 begleite ich die angehenden Erzieher/innen als Praxislehrkraft, unterrichte die selbigen im Fach Praxis- und Methodenlehre (PMLG) und in Hortpädagogik. Es ist für mich ein ganz wunderbares Gefühl, zu den Wurzeln meiner Berufslaufbahn zurückzukehren und teilweise noch Lehrer anzutreffen, die mich in meiner Schulzeit begleitet und geprägt haben. Ich bin froh und stolz, zum Lehrerteam dieser Fachakademie zu gehören und sehr motiviert, den angehenden Erziehern/innen meine Erfahrungen und mein Wissen weiterzugeben.

Adelgunde Sterns, April 2016